Monatsspruch Dezember 2017

 

 

 

 

 

 

"Jesus kommt, um zu retten"



In er Fasnachtszeit gibt es Menschen bzw. Menschengruppen, die gerne Masken tragen.
Es gibt einfache und kunstvoll gestaltete Masken. Im Odenwald werden selten Masken getragen.
Viel häufiger sind sie in den südbadischen, württembergischen und rheinischen Hochburgen zu sehen.
Meistens wollen diese Menschen aus Spass ihr Gesicht verstecken. Die Masken sind ihr Schutz,
weil sie unerkannt bleiben wollen. Absichtlich wollen sie gern in eine andere Person oder Rolle schlüpfen. Es kann sein, dass eine Maske den äußeren und inneren Zustand eines Menschen abbildet.
Doch ist es auch möglich, dass sich hinter der Maske ein ängstlicher Typ versteckt. Sein innerer
Zustand ist eher bedrückt und traurig, was er sich selbst nicht eingestehen will.

Oft orientieren wir Menschen uns am äußeren Erscheinungsbild. Dadurch kann der innere Mensch vernachlässigt werden. Gott legt aber Wert auf unseren inneren Menschen. Er sieht in unser Herz und spürt wie es uns geht.

Eigentlich ist ab dem Aschermittwoch die Fasnachtzeit und das Maskentragen vorbei. Trotzdem können Menschen sich so verhalten, als ob sie bewusst oder unbewusst das ganze Jahr über Masken tragen würden. Was ist damit gemeint? Setzen Menschen nicht ungewollt durch ihren Gesichtsausdruck Masken auf? Im Grunde spiegelt der Gesichtsausdruck das physische und psychische Befinden des Menschen. Es kann natürlich auch sein, dass Menschen einem etwas vorspielen und einen falschen Eindruck erzeugen.

Die Bibel berichtet von Zachäus, der ein erfolgreicher Mensch war. Beruflich hat er sich als Oberzöllner hochgearbeitet und Karriere gemacht. Durch seinen Reichtum konnte er sich ein grosses Haus und auch kostbare Kleidung leisten. Trotzdem war er innerlich einsam und traurig. Er hatte keine Freunde. Die Leute in Jericho wollten mit ihm nichts zu tun haben. Sie machten einen Bogen um ihn. In ihren Augen war er ein Betrüger und Abzocker. Die Leute glaubten, dass Zachäus durch überzogene Zolleinnahmen reich geworden ist.

Im Lukasevangelium wird berichtet, dass eines Tages Jesus nach Jericho kam. Zum Ärger der frommen Juden hat Jesus zuerst den verachteten Betrüger besucht. Ohne Druck hat Zachäus gegenüber Jesus seine Fehler zugegeben. Jesus hat ihm seine Schuld vergeben und ihm geholfen sein Leben wieder in Ordnung zu bringen. Durch die Erfahrung und Vergebung konnte Zachäus seine Maske abnehmen und ein neues Leben beginnen.

Jesus, der Menschensohn, geht den Menschen nach und und sucht sie. Er ist gekommen, um die zu besuchen und zu retten, die am Ende sind.

Rudi Kössler, Diakon der evang. Kirchengemein-
den Schollbrunn und Oberdielbach

Tageslosung

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HERR.
Psalm 111,4

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