zurück

Aus den Gremien

Christinnen in Konya

eine Gruppe evangelischer und römisch-katholischer Christinnen besucht Imam Mustafa Selek in Konya

Die Gruppe war einer Einladung des scheidenden Mosbacher Imams Mustafa Selek gefolgt, der im August 2014 in seine Heimat nach Konya zurückgekehrt ist. Dort als Schulleiter tätig, hat er mit seinem deutschsprachigen Sohn und seiner in Mosbach gebürtigen Schwiegertochter der Gruppe ein spannendes Programm vorbereitet. Dazu gehörte ein Besuch des historischen Mevlana-Museums und der Mevlana-Moschee ebenso wie eine Darbietung der in Konya beheimateten tanzenden Derwische. Höhepunkt des Aufenthaltes in Konya waren jedoch die Gespräche mit dem Müftü, dem geistlichen Oberhaupt der Region, sowie eine zweistündige Diskussion mit Doktoranten und Dozenten der islamisch-theologischen Fakultät in Konya. Den christlichen Akzent setzte der Geistliche der deutschen Auslandsgemeinde in Antalya Karl-Heinz Pastoors, der über die Situation von Christen in der Türkei referierte.

Zur Einstimmung war die Gruppe für zwei Nächte in Göreme, wo die Höhlenkirchen der Tuffsteinregion besichtigt wurden. Den Abschluss bildete ein fünftägiger Aufenthalt in der Mosbacher Partnerstadt Finike. Die Aufnahme durch den ehemaligen Mosbacher Orhan Ürhal war herzlich, der Empfang bei Kaan Osman SarioÄŸlu, dem neugewählten Bürgermeister von Finike, eine große Ehre für die Delegation. Das herbstliche Bad im Mittelmeer und die Besichtigung unter anderem der historischen Nikolauskirche von Myra, sowie eine Schifffahrt im natürlichen Hafen von Kekova rundeten das Erlebnis ebenso ab wie der Ausflug zum historischen Münzschatz nach Elmalı und der Aufenthalt der jüngsten und der ältesten Teilnehmerinnen im Frauen-Hamam. Zu dem Programm, das vom Partnerschaftsbeauftragten Sefik in Finike organisiert wurde, gehörte auch die Besichtigung der Orangenplantagen und einer Plastikfabrik.

Ausdrücklich eingeladen wurden die Mosbacher zu einem Mosbacher Kulturtag, der im Jahr 2015 in Finike stattfinden wird: Die Planungen waren während des Antrittsbesuchs des Bürgermeisters SarioÄŸlu Anfang Oktober in Mosbach konkretisiert worden. Mit gemischten Gefühlen, tiefen Eindrücken und großartigen Erfahrungen kehrte die Reisegruppe zurück. Die moderne Stadt Finike und das eher konservative Konya hatten sich gastfreundlich und fremd zugleich gezeigt. Die zehntägige Reise war ein wichtiger Meilenstein, nicht nur für die Reisenden, sondern auch für die Beziehungen zwischen der Mosbacher Moschee und der Finike-Partnerschaft.

Pfarrer Martin Sommer hat diese Reise in Absprache mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und mit der Unterstützung der Mosbacher Moscheegemeinde begleitet. Für den Herbst 2015 plant er eine wieder eine Reise ins europäische Ausland im Rahmen der Bildungsarbeit 55PLUS des evangelischen Kirchenbezirks Mosbach.

 

zurück