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Aus den Gremien

Wer suchet, der soll finden - und zwar leicht

Landesbischof Dr. Ulrich Fischer schaltete die neue Internetseite des evangelischen Kirchenbezirks Mosbach frei

Der Bischof und der Bildschirm. Dr. Ulrich Fischer hatte seine Freude daran, denWebauftritt des Kirchenbezirks Mosbach im Berufsbildungswerk der Johannes-Diakonie freizuschalten. Foto: Silke von Gemmingen

Mosbach. (ubr) „Sie kommen gerade recht“, werden Besucher der nagelneuen Website des Kirchenbezirks Mosbach frisch-fromm-fröhlich begrüßt. Und weiter: „Wir sind gerade im Aufbruch!“ Dieser Aufbruch, er hatte vor fast drei Jahren begonnen, in der Bezirksvisitation 2009 und konkreten Zielvereinbarungen seinen Niederschlag gefunden und mit der Freischaltung der Internetseite nun eine sichtbar Etappe der Verwirklichung erreicht, die sogar den Landesbischof anreisen ließ.

Dr. Ulrich Fischer strahlte über beide Backen, als er am Mittwochabend den Startknopf drückte und damit den Kirchenbezirk ins weltweite Netz hob. Fischer und in seinem „Gefolge“ einige Vertreter der Leitung der Badischen Landeskirche wären aber ohnehin nach Mosbach gekommen, denn das Instrument Visitation sieht vor, das nach zwei Jahren eine erste „Überprüfung" dessen stattfindet, was man sich vorgenommen hat. Der Punkt „Öffentlichkeitsarbeit“ ist mit dem Internetauftritt ein gutes Stück weit gediehen. Zwar hakt es hie und da noch auf den Internetseiten, doch betritt der Kirchenbezirk ja Neuland. „Im weltweiten Netz kamen wir bisher schlichtweg nicht vor“, sagte Dekan Dirk Keller, der weiß, dass andere badische Kirchenbezirke diesbezüglich schon weiter waren. Man habe sich auch angeschaut, wie es die anderen machen – und dann eine eigene Konzeption entwickelt, schilderte Dirk Keller den Prozess, der zusammen mit Pfarrern und Bezirkskirchenräten diskutiert wurde und ein Jahr gedauert hat. „Fromm, bunt und flächig“ sollte er werden, der Auftritt im Web. „Er soll unseren Kirchenbezirk abbilden“, fasste der Dekan zusammen. Genau das ist gelungen. Die Seiten präsentieren sich übersichtlich, anschaulich, verständlich und einladend. Unter einem pastellfarbigen Mosaik erscheint auf der Startseite der Monatsspruch. Egal, wohin man „blättert“, der Wegweiser zu „Gottesdiensten, Gemeinden, Gremien, Veranstaltungen und Aktionsfeldern“ bleibt in der linken Spalte erhalten, erkennbar an je einer Farbe. Alle Informationen erscheinen in der gleichen „Maske“. Die Gemeinden, die bereits eine eigene Website haben, sind natürlich verlinkt. „Und die ohne Internetpräsenz sind froh, auffindbar zu sein“, sagte Dirk Keller. Noch im März werden die Sekretärinnen in den Pfarrämtern geschult, denn sie sind es, die die Seiten ihrer Gemeinde pflegen. Das dafür notwendige System wie die Gestaltung und Pflege des Webauftritts hat man – nachdem die Kriterien erarbeitet waren – der Ilvesheimer Agentur Amargo (nach Ausschreibung) übertragen. Die Kosten hierfür gab Dekanatssekretärin Annelies Lukas mit 3 200 Euro an. Gut angelegtes Geld, findet Keller, der auf keinen Fall einen „handgestrickten Auftritt“, sondern was Professionelles wollte. Innerhalb des Kirchenbezirks mit der Projektentwicklung, Ausschreibung und Begleitung verantwortlich betraut wurden der Haßmersheimer Pfarrer Sebastian Bauer-Hoffmann und Bezirkskirchenrätin Silke von Gemmingen. Wer nun im Kirchenbezirk nach einem „passenden“ Gottesdienst für den eigenen Geschmack sucht, kann dies gezielt tun – mit dem Auswahlmuster Art, Ort oder Uhrzeit. Bei aller Buntheit aber liegt Dekan Keller und natürlich den Verantwortlichen in den Gemeinden des Bezirks am Herzen, dass man sich als Ganzes, als Einheit und nicht als Konkurrenten versteht. „Es tut sich jetzt viel bei uns in der Region. Und ich habe immer stärker den Eindruck, dass wir in allen unseren Anstrengungen ‚göttlichen Rückenwind’ haben“, schreibt Keller auf der Internet-Startseite. Der Aufbruch im Kirchenbezirk Mosbach, „er steckt an“, lobte Landesbischof Fischer beim Freischalten der Website, „denn man merkt, mit welcher Freude das bei euch geschieht.“

 

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